Abschiedssinfonie

für Violine und Kammerorchester

Prof. Friedhelm Döhl gewidmet.

Empfehlungsschreiben von Prof. Hans Gebhard

Spielanweisung pdf

I           Nocturne (orphisch) pdf, mp3*

II         warte nur, balde… pdf, mp3*

III        Scherzo. Ave Maria, bete in der Stunde unseres Todes pdf, mp3*

IV        Finale. pdf, mp3*

Gesamte Partitur (zip-datei, ca. 2 MB)

*) Aufnahme von der Uraufführung am 7. März 2004 in der Aegidien-Kirche in Lübeck durch das Kammerorchester Lübeck mit Ian Mardon (Violine) als Solist unter der Leitung von Frank Klassen.

zu I) zu I) Die Götter lassen sich nicht erweichen! Eine Erhebung des Trivialen (Karikatur) am Schluss des 1. Satzes.

zu II) Es handelt sich beim zweiten Satz meiner Abschiedssinfonie um die Instrumentation eines Liedes von mir, einer Vertonung eines Gedichtes von J.W. von Goethe.

zu III) Seit vielen Jahren begleitet mich ein witzig-böser Mann im Ohr (J. S. Bach (Prof. Fr. Döhl)). Ihm habe ich die Inspiration zu dem Scherzo meiner Abschiedssinfonie zu verdanken: ein Spott- und Schmähschrift auf den Abschied.
Die Sehnsucht nach Erleichterung, den Abschied nicht Wahr-Haben wollen, die Wehmut über Erinnerungen an schöne Zeiten gehören zu dem Ausdrucksrepertoire dieses Scherzos.
 

zu IV) Im Finale mache ich einen ähnlichen Spaß wie Haydn in seiner gleichnamigen Sinfonie. - Es ist die Verherrlichung des Abschiedes.

 

aus dem Programmheft der Uraufführung am 6. März 2004:

Interessant ist die Gegenüberstellung der "Abschiedssinfonie"  des Komponisten Peter Heeren zu den amerikanischen Beispielen. Genau so wie die Rhythmen und Harmonien der kanadischen Kompositionen ihren amerikanischen Einfluß nicht leugnen, kann Peter Heeren sich dem Einfluß der 2. Wiener Schule nicht entziehen.  In der heutigen Uraufführung befindet sich kein strenger Serialismus, aber in dem Ringen nach einer eigenen Sprache erkennen wir den Pointilismus eines Anton von Webern sowie weitere Anklänge oder gar Zitate uns bekannter Musik in einer mal zerrissenen, mal verschleierten Form. Heerens Sinfonie hat zwar 4 Sätze, doch keines davon steht in Sonatensatzform.  Selbst das Scherzo ist nur 2- und nicht 3-teilig. Der Gegenstand der „Abschiedssinfonie" scheint ähnlich ungreifbar zu sein wie seine Form.  Vielleicht wird sich irgendwann im Nachhinein feststellen lassen, ob diese Komposition sich in eine Norddeutsche Tradition einreihen läßt. Das LKO jedenfalls, fühlt sich verpflichtet, mit Kompositionsaufträgen und Uraufführungen einen sehr wichtigen Beitrag zu leisten und hofft, daß es mit diesem Konzert nicht nur die Lübecker Kulturlandschaft bereichern, sondern jedem Zuhörer etwas Neues zu entdecken geben kann.

Frank Klassen

 

Orchesterbesetzung

1 Piccoloflöte
2 (große) Flöten (1 Flöte mit H-Fuß)
1 Oboe
1 Englisch Horn
2 Klarinetten in B
2 Fagotte
2 Hörner in F
2 Trompeten in C
2 Posaunen
1 Bassposaune
Schlagzeug (2 Ausführende)

            Pauken
            Große Trommel (big drum)
            Kleine Trommel (snare drum)  
            Rührtrommel (tief)
           
Triangel

1 Solovioline
Violinen
Violen
Violoncelli
Kontrabässe

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