- Litanei
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- Ich schreibe Schönberg einen
Brief!
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- Weil ich Schönberg, den ich
für einen Ganz-Großen halte, gerne in aller
Form etwas Persönliches sagen möchte.
- I) Ich weiß natürlich,
daß mein Brief an Schönberg
- - niemals von Schönberg
gelesen wird.
- - nie richtig abgeschickt
wird.
- - veröffentlicht
wird.
Ich muß so tun, als ob das nicht
so wäre. Das funktioniert natürlich nicht. Ich
muß aber so tun, als ob. Etc.
Dieses Problem könnte, wenn
überhaupt, die Vertonung des Briefes lösen, denn
Musik kann Widersprüche zum Glück
aushalten.
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II) Schönberg,
- - - der Hammer redet!
- - der "Diktator von
Californien".
- - der sich ausdrücken will
und kann und muß.
- - der noch lange im
Gedächtnis bleibt.
- - der von seiner Stellung
weiß.
- Dagegen ich,
- - der stottert.
- - der Tyrann von
Marne.
- - der nicht viel zu sagen
hat.
- - der schon bald tot
ist.
- - der falsch bescheiden
ist.
Mit welchem Recht schreibe ich Arnold
Schönberg einen Brief?
Diese Anmaßung muß leider meine Komposition
ertragen.
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