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aus einem Brief an Gottfried Michael
Koenig
"[...] Stellen Sie sich irgendeine
Zwölftonreihe vor. Sie beinhaltet alle zwölf
Töne, die gewissermaßen das ganze "Spektrum" der
Farben (Chromos) abdecken.
Stellen Sie sich bitte weiter vor, daß diese Töne
- zum Beispiel von einem Automaten - unglaublich schnell
abgespielt werden, so daß das Ohr nicht mehr die
einzelnen Töne unterscheiden kann: die Töne werden
gleichermaßen "angesammelt".
Ich vergleiche diesen "Tonstrom" mit weißem (Addition
der Farben) Licht, das sich fast ungehindert (in der Luft)
ausbreitet.
Wenn nun dieses "Licht" in ein anderes Medium (Prisma)
eintritt, wird das Licht gebrochen, und Farben entstehen
(nach Newton, im Gegensatz zu Goethe).
Ich vergleiche dieses 'andere Medium' mit Ihrem Programm,
das gewissermaßen (bei z.B. bei branching 7) die
Töne "festhält", den "Tonstrom" " bricht"
[...]"
(P.Heeren an G. M. Koenig. Burg, im Dezember 1998)
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