Peter
Das habe ich nicht komponiert! für Klavier, Keyboard, Harmonium und Cembalo (1997)
Spielautomat versus Csound
Ein Magisches Quadrat, mit dem ich aber nicht komponieren kann
Eine Opernskizze

vier Fugen


 

 

Peter (1998)
Peter

für Tape

Beim Experimentieren mit dem Musikprogramm 'Csound' habe ich "Peter" komponiert. (orc / sco - File)

Tonaufnahme:

 

Peter


Tonmaterial: eine Tonaufnahme, auf jemand "I beg your pardon" von Linn Anderson singt.

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Das habe ich nicht komponiert! (1997)
für Klavier, Keyboard, Harmonium und Cembalo

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Ein Magisches Quadrat

Bei dem Versuch, eine Komposition für Posaune zu schreiben, bin ich auf folgendes "Magische Quadrat" gestoßen
(
Eine Posaune hat 7 sog. "Positionen" oder "Züge".) :

1

2

3

4

5

6

7

1

3

5

7

2

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6

1

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2

 

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2

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5

3

7

6

5

4

3

2

(ohne die Einsen)

Beschreibung des magischen Quadrates

(ohne Einsen):

  • Jede Reihe und Spalte beinhaltet alle Positionen. (Natürlich ohne die Einsen.)
  • Die Lesart von links nach rechts (von oben nach unten) entspricht der Lesart von rechts nach links (von unten nach oben).
  • Die Lesart von oben nach unten (von links nach rechts) entspricht der Lesart von unten nach oben (von rechts nach links).
  • Die Diagonalen des Quadrats sind die Achsen der Spiegelung der Zahlenwerte.

Prinzip des "Magischen Quadrats"

  • Es wird so getan, als ob es nur die Zahlen 1 bis 7 gäbe.
  • In der ersten Reihe sind die Züge so aufgelistet, daß der darauffolgende eine Position größer ist. (n2 = n1+1)
  • In der zweiten Reihe sind die Züge so aufgelistet, daß der darauffolgende zwei Positionen größer ist. (Nach der Position 7 wird mit der Position 1 weitergezählt (123467123...)). (n2 = n1+2)
  • In der dritten Reihe sind die Züge so aufgelistet, daß der darauffolgende drei Positionen größer ist. (n2 = n1+3)
  • etc.
  • Sobald die Position 1 auftritt, beginnt eine neue Reihe

Mit allen ungeraden Zahlen kommt man mit diesem Prinzip zu einem Magischen Quadrat. Mit geraden auch, wenn man außer Acht läßt, daß eine neue Reihe nur mit einer Eins beginnen soll.

 

Mit Hilfe dieses Magischen Quadrates ist die Komposition "Für Peter" von Andrej Roumiantsev komponiert.

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Eine Opernskizze

 

Odyssee

Was Homer lieber verschwieg

 

Ein heiteres Kurzdrama in 2 oder 3 Bildern.

Solisten:

Odysseus: Baß buffo / Penelopeia: lyrischer Sopran / Telemachos: Altus / Phemios: dramatischer Sopran / Freier Antinoos: Bariton / 1. Freier: seriöser Tenor / 2. Freier: seriöser Tenor

 

Statisten:

einige griechische Götter / einige Freier / 12 Weiber / 3 Schatten

 

Orchester:

I. 3 Oboen, Engl. Horn, Fagott, Trompete, Tuba,

II. 2 Violinen, 4 Bratschen, 2 Kontrabässe

(räumlich getrennte Aufstellung)

 

 

 

1. Bild:

 

Zeit: ca. 1100 v. Chr.

Im Palast von Odysseus. Abend. Im Hintergrund stehen einige griechische Götter, pantomimisch im Gespräch.

 

Gelage der Freier. Die Freier zechen und singen.

 

Der Sänger Phemios beklagt die Abwesenheit des Odysseus. (Arie und Terzett (Freier))

 

Arm in Arm erscheinen würdig Telemachos, unbewaffnet, und die sehr verhüllte, fast verschleierte Penelopeia, vom Gesang des Phemios angelockt. (Rezitativ)

 

Telemachos und Penelopeia klagen die Freier wegen ihrer Verschwendungssucht und Prasserei an. Telemachos wirft am Ende seiner Rede sein Zepter vor die Füße der Freier, die sich aber kaum darum kümmern. (Duett)

 

Telemachos ab.

 

Penelopeia erklärt den Freiern, daß das Leichentuch für Laertes, ihren Schwiegervater, fast vollendet sei. (Rezitativ)

 

 

2. Bild:

 

Wieder im Palast des Odysseus. Nacht. Im Hintergrund ein Schattenspiel entsprechend der Handlung (s.u.)

Eventuell sind im Hintergrund auch einige Stricke zu sehen, wenn 3. Bild entfällt.

 

Komische, frech-frivole Liebeleien dreier Freier und einer leicht bekleideten Penelopeia. (Rezitative und Arien)

 

Da erscheinen der bewaffnete Telemachos und Odysseus - als Bettler verkleidet - , die vorher heimlich das Liebesspiel beobachtet haben. Er und Telemachos töten die Freier. Zwei sofort. (Rezitativ)

 

Der Freier Antinoos bettelt vergebens um sein Leben (Rezitativ): auch er wird von Odysseus gnadenlos ermordet. (Rezitativ)

(Bei jeder Ermordung läuft ein Schatten eines menschlichen Körpers auf der Palastwand vorüber.)

 

Odysseus will auch Penelopeia töten. Telemachos versucht Odysseus zu besänftigen, indem er argumentiert, daß sie, auch wenn sie mit Freiern gescherzt hat, Odysseus immer geliebt hat. (Arie)

 

Odysseus, nachdem ihm von Telemachos das Leichentuch für Laertes als Beweis für Penelopeias Liebe zu ihm gezeigt hat, verzeiht Penelopeia. (Duett)

 

Telemachos und sie und auch die getöteten Freier geloben Odysseus ihr Schweigen über das Geschehene. (Finale)

 

 

3. Bild (ad libitum)

 

Wieder im Palast, besudelt von den Leichen der Freier. Morgengrauen.

Im Hintergrund einige Stricke.

Kein Gesang, nur instrumental.

Szene dauert ca. 15 Sekunden.

 

Nach der Ermordung aller Freier säubern einige Weiber, die in den Augen von Odysseus unzüchtig gewesen sind, in Erwartung ihrer Hinrichtung den blutbesudelten Palast.

 

Odysseus im halb genähten Leichentuch, aber trotzdem geharnischt, beaufsichtigt die Weiber - in selbstgefälliger Siegerpose. Phemios schweigt.

 

Odyssee

Was Homer lieber verschwieg

Ich stelle mir eine Oper mit dem Werktitel 'Odyssee' vor als Satire auf das Homersche Epos. In meinem Vorschlag läßt sich Penelopeia doch mit den Freiern ein.

Aus dem heeren homerschen Epos wird eine fast triviale Eifersuchtsszene alla 'Opera buffa' mit (vorläufigem) 'Happy End' *.

 

Oder?

 

Immerhin haben wir in meinem Vorschlag mindestens 3 Tote zu beklagen, einen Mordversuch und eine, wenn auch nicht gezeigte Hinrichtung.

 

Von den Gemütsverletzungen ganz zu schweigen: da ist das Wackeln der Moralvorstellung des Telemachos, das Gehörnt-Sein des Odysseus, für das als Sühneopfer sogar zwölf 'Weiber' sterben müssen (entweder im dritten Bild oder als Andeutung im zweiten) und die Entlarvung der Penelopeia, die sich in der Öffentlichkeit als unnahbar gezeigt hatte.

 

In der Homerischen 'Odyssee' wird die Ermordung der Freier und der 'Weiber' fast als gerechtfertigt, vielleicht sogar als notwendig und gut dargestellt. Durch die (vielleicht gar nicht unsittliche) Einlassung Penelopeias mit den Freiern wird dem Epos beinahe die moralische Grundlage entzogen. Odysseus handelt nicht aus "guten" Gründen - er erscheint hier rachsüchtig und blutrünstig und - nach der Entlarvung Penelopeias hier sogar unsympathisch selbstherrlich. (Und selbstverständlich damit auch wandelbar.)
Allerdings sind die Ergebnisse seiner Taten - aus welchen Motiven auch immer - die gleichen wie im Homerschen Text.

 

Trotz aller Blutrünstigkeit soll dem Heiteren in meinem Vorschlag genügend Raum gelassen sein. Besonders der Anfang des zweiten Bildes, die frohsinnige Liebelei zwischen Penelopeia und den Freiern, soll nicht zu kurz sein. Diesen Teil auszudehnen würde Aufgabe des Librettisten sein.

Dagegen sollen die grausamen Teile in meinem Vorschlag eher wie nebensächlich und kurz behandelt werden. Das dritte Bild, das ohnehin fragmentarisch kurz ist, kann sogar entfallen, wenn das Libretto bis dahin zu düster erscheinen sollte.

 

Die Musik zu dieser Kurzoper würde nüchtern bleiben.

 

Eine musikalische Illustration oder Kommentierung der Handlung oder der Gemütsverfassung der Personen, usw. soll es geben, aber nur untergeordnet, nämlich einer anderen, einer der Gestalt des musikalischen Materials verpflichteten Logik.
Die Musik soll überpersönlich sein. Sie soll damit teilweise irgendwie einen Gegensatz zu dem Dramatischen in der Kurzoper bilden, das größtenteils an den Personen haftet.

Außerdem soll der Hexameter musikalisch irgendwie eine Rolle spielen.

Vielleicht könnte auch die Idee der 'Musikè' eine Rolle spielen.

 

Das 1. Bild könnte rhythmisch prägnant angelegt sein, etwa durch ein rhythmisches Ostinato (ev. Passacaglia). Dadurch könnte man ev. irgendwie die Wirkung einer 'dionysischen Zeitlosigkeit' und Selbstvergessenheit erzielen.

Im 2. Bild könnte melodisch besonders klar struktuiert sein, um etwa eine 'apollinische Schönheit' zu erreichen.

 

Die Instrumente sind in 2 Gruppen unterteilt: eine Bläser - und eine Streichergruppe. Eine Anspielung auf die altertümliche Unterscheidung eines dionysischen mit 'Aulos'-Untermalung bzw. apollinischen Duktus mit Begleitung der 'Kithara'.

 

*) Da meine Idee teilweise mit den Standards der heutigen Filmindustrie spielt, könnte ich mir gut vorstellen, daß die Darsteller maskiert sind und daher als Personen und sogar die Handlungen der Personen austauschbar erscheinen - gleichzeitig eine Anspielung auf die Theatergebräuche im Altertum.

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Es handelt sich um fünf Fugen, die ich zur kontrapunktischen Übung komponiert habe.

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist (EG 79)
Herzliebster Jesu, was hast Du verbrochen (EG 81)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod erstanden bist (EG 107)
Wenn wir in höchsten Nöten sein (EG 366)
Christus, der ist mein Leben (EG 516)
 

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