MiDigraph

Der Accords-Reiter

¯

In dieser Arbeitsumgebung wird ein Digraph erstellt, dessen Knoten die Anzahl der simultanen Töne darstellen. Damit ist die Anzahl der Töne gemeint, die in einem Akkord zusammen klingen, also deren Tonbeginn und Tondauer gleich sind. (Die Lautstärkewerte der Töne sind ebenfalls gleich.)
Die Bogenfolge, die MiDigraph zufällig führt, bestimmt sukzessiv diese Anzahl der Töne.

Durch den Befehl New Accord erscheint ein neues Fenster (s.o.), das in seiner unteren Hälfte vier Akkordstrukturen zeigt - der erste Akkord ist ein einstimmiger - und oberhalb davon eine Ziffer anzeigt. Man kann durch Anmelden der Akkordstrukturen oder durch die Einstellung der Ziffer die Anzahl der Töne bestimmen, die zusammenklingen sollen. Diese Ziffer erscheint in der Digraphen-Arbeitsumgebung als Knoten.

Ein Wertebereich von 1 bis 12 wird unterstützt.

Erklärung dieser Funktion:
Die Ziffer n sei ausgewählt. MiDigraph ruft n Bögen (a1,a2 ...an) auf, und zwar nacheinander mit einem einfachen Zufallsgenerator.

Die mit diesen Bögen verbundenen Endknoten werden vom Programm als Werte registriert: In dem Digraphen D1, der die Werte der Tonhöhe bestimmt, werden n Werte ermittelt. (Wenn die Bedingung id(v) >= n erfüllt ist. (s.u.))

Anders als in dem Digraphen D1, der die Tonhöhen der folgenden Töne bestimmt, wird in den Digraphen D2, D3, die die Velocities-Werte und die Lengths-Werte der folgenden Töne bestimmen, nur jeweils ein Wert ermittelt, der für alle Töne des Akkord gilt. D.h. alle Töne des Akkordes haben diegleiche Länge und Lautstärke.

In der Kartei 'General' unter der Arbeitsfläche 'Akkord-Options' gibt es die Möglichkeit, denjenigen Bogen von der Bogenmenge, die von MiDigraph über den Akkord-Digraphen D4 ermittelt wurde, auszusuchen, der die Bogenfolge weiterführt.

Es kann von den von MiDigraph nacheinander durch einen Zufallsgenerator ermittelten Bögen der erste oder letzte sein, oder der weiterführende Bogen wird aus der Bogenmenge durch Zufall ermittelt.

Man beachte, daß nur dann n verschiedene Werte ermittelt werden, wenn der Ausgangsgrad id(v) des Knotens v, von dem die Bogenfolge ausgeht, größer-gleich n ist. Wenn der Ausgangsgrad kleiner als n ist, werden nur so viele Werte ermittelt, wie hoch der Ausgangsgrad id(v) des Knotens v ist.

Wenn aber der Ausgangsgrad kleiner als die Anzahl der Töne ist, die MiDigarph in einem Akkord zusammenklingen lassen soll, wiederholt MiDigraph einzelne Werte.

Man beachte, daß dies unter Umständen bei der Erzeugung einer Score-Datei problematisch ist. Häufig kommt es nämlich dann bei der Kompelierung mit der Orchestra-Datei zu der Fehlermeldung 'out of range', da die Wiederholung der gleichen Frequenz zur gleichen Zeit zu einer Vervielfachung der Amplitude des Tones führt.

 

Die Bögen werden im Bogen-Eingabefeld durch den Befehl Add to aktiviert:
man wählt zuerst den Anfangsknoten in dem Feld rechts oben an, klickt auf den Befehl Add to und wählt dann den Endknoten in dem erscheinenden Fenster aus.

Alternativ kann man Bögen auch so aktivieren, indem man den Anfangs- und Endknoten einfach durch Doppelklick selektiert. (siehe 'Erstellung der Bögen')

zurück